Auswirkungen
Im gesamten zwanzigsten Jahrhundert stieg die Durchschnittstemperatur jährlich um etwa 0,6 °C. Beim halten der aktuellen Tendenzen könnte sich die Erde bis 2100 um weitere 1,4 bis 5,8 °C erwärmen. Dies würde zum starken Schmelzen der Polkappen und somit zum Steigen des Meeresspiegels führen und somit die auftretende Zahl von Fluten vermehren.

Daneben stiege aber auch die Verdunstungsrate und damit die Wolkenbildung, somit würde die Zahl von Tiefdruckgebieten zunehmen. Dadurch würden Wetterextreme wie Orkane, Hurrikans, Dürren und Fluten begünstigt. Durch stärkere Winde und Stürme würde die Bodenerosion zunehmen und damit das Wachstum von Wüsten (Desertifikation) begünstigen und wertvolles landwirtschaftlich nutzbares und Siedlungsland vernichten.
Die Auswirkungen einer globalen Erwärmung wären also verheerend. Inwieweit die Tendenzen im 20. Jahrhundert als Beginn einer globalen Erwärmung zu werten sind, hängt vor allem von einer lückenlosen und akribischen Messung ab. Hierbei kommt Satelliten eine Schlüsselrolle zu, da sie uns problemlos einen globalen Blick auf unseren blauen Planeten verschaffen können.
Einig sind sich aber die meisten Wissenschaftler darin, dass es in Zukunft vielerorts mehr und stärkere Niederschläge geben wird als bisher. Grund dafür ist die Eigenschaft der Luft, bei höherer Temperatur mehr Wasser speichern zu können. Trifft die warme Luft dann auf eine Kaltfront, kommt es zu heftigen Regengüssen und Unwettern - zu weit schlimmeren als in der Vergangenheit.
Durch das Abschmelzen der Pole und den Eintrag des Süßwassers ins Meer würde dessen Salzgehalt immer weiter abnehmen. Die Zirkulation der Ozeane, die durch die unterschiedlichen Salzgehalte im Wasser zu Stande kommt, würde dadurch beeinflusst. Zwar kann der Golfstrom als Ganzes nicht versiegen, so die neuesten Erkenntnisse der Klimaforscher, aber sein verlängerter Arm, der Nordatlantikstrom, sei gefährdet: "Wenn der abreißt, würde keine neue Eiszeit entstehen, aber es könnte zu einer spürbaren regionalen Abkühlung kommen im Nordatlantikraum, vor allem um das europäische Nordmeer herum," so Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.
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Seitenarm der Elbe:

Hochwasser (Allgäu):

El Nino in Vietnam:
